Profiler

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Ein Profiler (deutsch auch: "Fallanalytiker") ist ein in mehreren Fachgebieten ausgebildeter Spezialist, dessen Aufgabe darin besteht, unklare Sachverhalte anhand ihres spezifischen soziologischen, psychologischen und verhaltensanalytischem "Fußabdruck" aufzudecken. Insbesondere unklare oder verschleierte Identitäten von Personen sind ein Haupteinsatzgebiet von Profilern.[1]

Ein Profiler rekonstruiert Fakten anhand ihrer Einzelteile.
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1 Die Arbeit des Profilers

Anhand von Indizien und Informationsfragmenten setzt ein Profiler unter Anwendung seines Fachwissens ein Gesamtbild zusammen, welches Rückschlüsse auf ein Geschehnis oder die Identität einer Person bzw. Personengruppe zulässt. Daher ist der Personenstand eines Profilers dem breiteren Publikum am ehesten aus dem Bereich der Kriminologie bekannt. Profiler arbeiten jedoch auch für Geheimdienste, private Sicherheitsdienste, in der Gefahrenabwehr und im Bereich des Personalwesens in sicherheitsrelevanten Berufen.[2]

2 Aufdeckung und Prognostik

Die Tätigkeit des Profilers kann dabei in die Vergangenheit gerichtet sein, insbesondere mit folgenden Fragestellungen:

  • Was ist passiert?
  • Wer hat es getan?
  • Mit wem hat man es zu?

Jedoch können auch prognostische Faktoren gegenstand der Arbeit sein:

  • Was wird wahrscheinlich passieren?
  • Zu was ist die Zielperson fähig?
  • Wie wahrscheinlich ein bestimmtes Verhalten einer Person?

3 Ausbildung

Zum Berufsbild des Profilers führen zahlreiche unterschiedliche Ausbildungswege. Die meisten Profiler haben einen akademischen Hintergrund im Bereich Psychologie oder Soziologie. Hinzu kommen in der Regel weitere Sonderbefähigungen wie z.B. eine Spezialisierung im Bereich Sprache (u.a. Dialektforschung), Kriminalistik, Verhaltensbiologie, Ethnologie, Konfliktforschung, etc. Die Ausbildung zum Profiler ist somit ein längerdauernder Prozess, der in der Praxis nie abgeschlossen ist. Mit jedem neuen Fall gewinnt der Profiler weitere Erkenntnisse hinzu, die er in seine künftige Tätigkeit integriert.

4 Bekanntheit

Bis auf wenige Profiler, meist aus dem Bereich der klassische Kriminalistik, meidet dieser Berufsstand die Öffentlichkeit. Dies hat seine Ursachen einerseits in der Materie (Profiler wollen und müssen frei und unbestechlich bleiben), andererseits aber auch in den meist sicherheitsrelevanten Fragestellungen, aufgrund derer die Auftrag- bzw. Arbeitgebern Diskretion und Absicherung verlangen.[3]

5 Quellen

  1. Käppner: Profiler. Auf der Spur von Serientätern und Terroristen. Berlin, 2013
  2. Bidlo: Profiling. Im Fluss der Zeichen. Essen, 2011
  3. Musolff, Hoffmann (Hg.): Täterprofile bei Gewaltverbrechen: Mythos, Theorie und Praxis des Profilings. Berlin, 2001

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