Glasi Hergiswil

Aus PlusPedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Glasi Hergiswil
Glasmacher

Die Glasi Hergiswil (eigentlicher Firmenname: Hergiswiler Glas AG) ist eine von den Brüdern Siegwart 1817 in Hergiswil, Nidwalden, gegründete Glashütte. Sie ist bekannt für ihre ausschliesslich in Handarbeit ausgeführten Glasarbeiten.[1]

Coin Übrigens: Die PlusPedia ist NICHT die Wikipedia.
Wir sind ein gemeinnütziger Verein, PlusPedia ist werbefrei. Wir freuen uns daher über eine kleine Spende!

1 Geschichte

1817 gründeten die 1815 von Flühli übergesiedelten Glasbläserbrüder Siegwart die Glashütte in Hergiswil,[2][3] weil es von den Transportbedingungen und den Bedingungen zur Beschaffung von Holz geeigneter war als Flühli.

Im Jahre 1975 stand die Glasi kurz vor der Schliessung wegen ihrer altmodischen Herstellungsmethoden und der wachsenden Konkurrenz durch die neue Technik und die automatische Glasproduktion. Dank der Mitarbeiter (Glasi-Lüüt), der Gemeinde und vor allem Roberto Niederer konnte eine Schliessung verhindert werden.

2 Glasherstellung

Die Glashütte gilt als Letzte ihrer Art in der Schweiz. Es wird ausschliesslich in Handarbeit gefertigt.[1] Zu den Produkten gehören Trink- und Weingläser, Weinkaraffen und Wasserkrüge, Glasplatten und -schalen und Weihnachtsschmuck. Der Glasofen bleibt ununterbrochen in Betrieb und erhitzt die Glasmasse auf etwa 1500 Grad Celsius. Die Standzeit des Ofens beträgt 4 bis 7 Jahre, danach muss er jeweils komplett erneuert werden. Die Glasmacher arbeiten in zwei Schichten von 5 bis 21 Uhr und entnehmen täglich dem Ofen 4 Tonnen Glas. Mit seiner Abwärme werden alle Nebengebäude geheizt.

Seit 1992 gehört ein Museum zu der Glashütte,[4] das der Europarat 1996 als «eines der schönsten Museen Europas» ausgezeichnet hat.[1] Am Ende des Museumsrundgangs können die Besucher von einer Plattform aus den etwa 100 Mitarbeitern zusehen, wie das Glas gegossen, geformt oder geblasen wird. In der Folge wurden auf dem Werksgelände das erste Glaslabyrinth der Schweiz, ein Wasserpark und ein Park mit einer Murmelbahn angelegt.

3 Weblinks

 Commons: Glasi Hergiswil – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

4 Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Claudia Schoch: Die Glashütte in Hergiswil; Glas – formbar, klingend und zerbrechlich. In: Neue Zürcher Zeitung, 25. Dezember 2012
  2. Peter Steiner: Hergiswil (NW). In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  3. Christine Keller: Glas. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  4. Glasi Hergiswil – Besucherrundgang, auf der Website der Steiner Sarnen Schweiz AG, abgerufen am 5. Juli 2016
7

Diesen Artikel melden!
Verletzt dieser Artikel deine Urheber- oder Persönlichkeitsrechte?
Hast du einen Löschwunsch oder ein anderes Anliegen? Dann nutze bitte unser Kontaktformular

PlusPedia Impressum
Diese Seite mit Freunden teilen:
Mr Wong Digg Delicious Yiggit wikio Twitter
Facebook




Bitte Beachte:
Sämtliche Aussagen auf dieser Seite sind ohne Gewähr.
Für die Richtigkeit der Aussagen übernimmt die Betreiberin keine Verantwortung.
Nach Kenntnissnahme von Fehlern und Rechtsverstößens ist die Betreiberin selbstverständlich bereit,
diese zu beheben.

Verantwortlich für jede einzelne Aussage ist der jeweilige Erstautor dieser Aussage.
Mit dem Ergänzen und Weiterschreiben eines Artikels durch einen anderen Autor
werden die vorhergehenden Aussagen und Inhalte nicht zu eigenen.
Die Weiternutzung und Glaubhaftigkeit der Inhalte ist selbst gegenzurecherchieren.


Typo3 Besucherzähler - Seitwert blog counter
java hosting vpn norway